Zum letzten Ort an der Küste – Inhassoro – 17.-19.08.2019

Heute fuhren wir etwas später los als sonst, da alle sehr gut geschlafen hatten. Unser heutiges Ziel war Inhassoro, zum letzten Mal ein Campingplatz am Strand. Unterwegs trafen wir die deutschen Reisenden mit ihrem Magirus nochmals an, die soeben eine Reifenpanne erfolgreich behoben hatten. Später hielt uns die Polizei wieder einmal an und wollte wieder Geld. Sie hatten mich kurz vor der 60er-Tafel mit 72 km/h geblitzt, obwohl ich ab der Tafel genau mit 60 km/h gefahren bin. Alles Diskutieren brachte nichts und sie behielten meinen Führerschein. Schliesslich bezahlte ich die Hälfte der Busse (rund 500 Meticals, bzw. knapp acht Franken), erhielt dafür aber natürlich keine Quittung. Auf der Weiterfahrt wurden die vielen Kokospalmen immer weniger und es wurde wieder buschiger. Bald tauchten auch die ersten Baobab-Bäume auf. Nach der Abzweigung nach Vilankulo wurde die Strasse 1 viel schmäler und der Zustand verschlecherte sich frapant. Glücklicherweise sind aber Strassenarbeiten im Tun. Bei Inhassaro folgten wir wieder einmal einer Sandpiste zu einem Campingplatz, der sich als Luxusplatz herausstellte; sehr schöne Sanitäranlagen, Rasen, Pool und direkt am Meer liessen nicht viele Wünsche übrig. Nach einem Bad feuerten wir ein und buken erneut ein Brot im Feuertopf.

Sandpiste durch Palmenwald
In Inhassaro

Der Wochentag war am zweiten Tag Programm (Sonntag). Wir nahmen es sehr gemütlich. Anna schlief gar bis zehn Uhr aus. Unsere holländische Nachbarsfamilie unternahm heute einen Bootsausflug auf die Bazzaruto-Inseln zum Schnorcheln. Wir verzichteten, da unsere Kinder doch noch einiges jünger sind und die heute doch starken Wellen bei ihnen nicht so auf Anklang stossen würden. Selbstverständlich gehörte auch Baden wieder zum Tagesprogramm.

Dhau
Lokale Bevölkerung unterwegs
Schiffsreperatur am Strand

Wir hatten entschlossen unseren heutigen 14. Hochzeitstag auch noch auf diesem Platz zu bleiben. Da unser Bargeld aber nicht mehr für eine dritte Nacht reichte, startete ich am Morgen einen Strand-Spaziergang ins rund vier Kilometer entfernte Zentrum von Inhassaro (wenn man dem Zentrum sagen kann…). Mit Geld und Tomaten kehrte ich nach rund zwei Stunden zurück. Das Leben am Strand war spannend; Fischer flickten ihre Dhaus. Mit den Dhaus wurden aber auch Lebensmittel und Getränke, sowie Riedgras (zum Decken von Häusern) auf die Bazzaruto-Inseln verschifft. Dabei wurde alles von vielen Personen zum Strand getragen und anschliessend bis zu den Booten, die bei Ebbe noch etwas weiter draussen als sonst lagen. Ein ziemlicher „Chrampf“. Den Nachmittag verbrachten wir mit Spielen und selbstverständlich Baden.

Es geht Richtung Norden – 20.-22.08.2019

Da uns heute eine längere Strecke (knapp 400 Kilometer) bevorstand und wir über den Strassenzustand verschiedenes gehört hatten, brachen wir früh auf. Auch dem Navi, das eine Reisezeit von 9 Stunden angab, trauten wir nicht wirklich. Kurz vor sieben Uhr fuhren wir mit frisch gefülltem Tank in Richtung Norden zum Tagesziel Chimoio. Dazwischen war hauptsächlich Buschland mit vereinzelten Siedlungen. Schliesslich waren wir inklusive Pausen ca. sechs Stunden unterwegs, da zwischendurch der Strassenzustand ziemlich zu wünschen übrig liess (bis zu 40 cm tiefe Schlaglöcher, teilweise quer über die ganze Strasse…). Dazu wurden wir noch von der Polizei angehalten – diesmal glücklicherweise nur für eine Ausweiskontrolle. Zum Schluss fuhren wir noch knapp 60 Kilometer auf der Strasse von der Hafenstadt Beira in Richtung Zimbabwe, die perfekt ausgebaut ist und hauptsächlich dem Lastwagenverkehr nach Zimbabwe dient. In Chimoio fanden wir dann eine richtigte Stadt vor; wo wir den Supermarkt Shoprite stürmten, da die Vorräte ziemlich zur Neige gegangen waren. Anschliessend fuhren wir durch das Gewusel der Stadt zum Pink Papaya Backpacker, wo wir im kleinen Innenhof unseren Camper parkieren konnten. Der Empfang durch eine junge Frau war herzlich, da wir (fast) die einzigen Gäste waren. Wir konnten den Apéro und das Znacht schliesslich am schönen grossen Tisch unter Dach zu uns nehmen, da gerade dabei zweimal heftige Regengüsse vom Himmel fielen.

Abschied vom Indischen Ozean 😢
Cashew-Nuss-Verkäufer bei einem Zwischenstopp
Verkehr unterwegs…

Obwohl fast mitten in der Stadt gelegen, haben wir gut geschlafen. Am Morgen tankten wir auf, da gemäss Reiseführer auf den nächsten 387 Kilometern bis Tete keine Tankstelle mehr zu finden sei. Unser heutiges Ziel, kurz vor Catandica eine von Schweizern geführte Farm, die im Reiseführer mit Campingmöglichkeit ausgewiesen ist und auch von Atlas Travel (wo wir unseren Vorbereitungskurs gemacht haben) schon besucht wurde. Von der Abzweigung fuhren wir noch rund 20 Kilometer Sandstrasse in den Busch, immer schön den Wegweisern folgend. Zuletzt gab es nur noch eine Fahrspur durch den Wald und bis zu zwei Meter hohem Gras. Dann endlich standen wir vor dem Tor. Rasch kam jemand, der uns aber erklärte, dass (soweit wir das richtig verstanden haben; er sprach nur portugiesisch) die Farm verkauft wurde und die ehemaligen Besitzer in die Schweiz zurück gekehrt sind. Eine Campingmöglichkeit gebe es aber nicht mehr. Schade – zumindest hätten sie die Wegweiser abmontieren können. So entschlossen wir uns die nächste von uns geplante Tagesetappe nach Tete in Angriff zu nehmen, da dazwischen keine weitere Campingmöglichkeit (ausser ein wildes Busch-Camp) mehr besteht. Auf langen Strecken war die Strasse gut – bis sie eben wieder schlechter wurde; unzählige Schlaglöcher forderten den Fahrer, da sie teilweise erst sehr spät sichtbar sind. Glücklicherweise war der Verkehr überschaubar – insbesondere Trucks waren unterwegs (zu 90% amerikanische Freigthliner, dann noch einige europäische und chinesische Fabrikate), viele davon mit Kennzeichen aus Malawi. Je nördlicher wir kamen je mehr gewaltige Baobab-Bäume beherrschten die Landschaft. Zusammen mit den meist sehr einfachen Häuschen (Lehmhütten mit Schilfdach), ergab dies Szenerien wie man sich Afrika vorstellt. Die Bevölkerung auf dem Land ist aber meist sehr arm und versuchen mit dem nötigsten auszukommen. Unterwegs wurden wir noch rund 45 Minuten aufgehalten, da ein Truck, wohl beim Ausweichen für die Schlaglöcher, gekippt war und seinen 40 Fuss-High-Cube-Container verloren hatte. Der LKW war bereits wieder aufgerichtet und der Container wurde behelfsmässig mit einem allerdings wohl etwas zu schwachen Autokran wieder aufgeladen. So erreichten wir die Stadt Tete erst mit der Dämmerung, mussten erst noch durch den Markt fahren (da werden 50 cm neben der Strasse bereits Turnschuhe zum Verkauf ausgelegt…). Dann folgte noch die Brücke über den gewaltigen Sambesi-Fluss überqueren. Kurz danach musste ich auf der Strasse wenden und eine Stichstrasse in entgegengesetzter Richtung zum Flussufer fahren, wo unser heutiges Ziel war; der Campingplatz „Jesus é bom“ direkt am Sambesi. Die Kinder hatten super mitgemacht und zum Dank durften sie ins Reisesäckli greifen.

„Container-Neuverlad” mitten auf der Strasse
Siedlung unter Baobab-Bäumen
Falschfahrer (ist hier normal – auch die Überbreite…)
Beim Eindunkeln über den Sambesi

Kurzfristig hatten wir entschlossen einen Ruhetag einzulegen, bevor wir das Land in Richtung Malawi verlassen. Am Morgen spazierten wir zur Brücke und schauten von da auf den Sambesi-Fluss hinunter. Dieser riesige Fluss (Afrikas viertgrösster) hat insgesamt nur sehr wenige Brücken – bis zum mehr sind es auf den insgesamt 650 Kilometern nur noch gerade drei, davon nur noch zwei befahrbare. An verschiedenen Ständen kauften wir noch Cashew-Nüsse, Brot und Datenkarten fürs Handy, so dass die lange erwarteten Updates unserer Reiseerlebnisse wieder einmal online gestellt werden können.

Noch mit Regendach – wegen ein paar Tropfen am Morgen
Logenplatz
Eine der nur fünf Brücken über den Sambesi in Mosambik (auf ca. 1000 Km.)
Einheimische Fischer im Einbaum auf dem Sambesi
Schöner Sonnenuntergang

Weiter nordwärts – 15./16.08.2019

In den Tagen auf dem Camping mit eigenem Bad und Abwaschstelle hatten wir uns etwas ausgebreitet, so dass wir am Morgen wieder alles zusammensammeln mussten. Die Flut war auch wieder soweit zurück gegangen, dass wir die Sandpiste problemlos fahren konnten. An zwei Stellen gibt es eine Brücke, wo prompt noch etwas Wasser war. Vor und in Inhambane komplettierten wir unsere Vorräte an Essen, Getränken, Bargeld und Diesel, so dass wir weiter in Richtung Norden fahren können. In Massinga kaufte ich am Strassenrand bei Bäuerinnen noch je einen Sack voll Tomaten und Bananen, bevor wir eine sandige Stichstrasse rund 12 Kilometer nach Morrungulo zur Morrungulo Beach Lodge fuhren, wo wir auf dem Campingplatz fast am Meer stehen konnten, nur durch ein Häuschen vom Strand getrennt. Und wir waren nicht einmal die einzigen Camper. Wir unternahmen einen Strandspaziergang, wo wir auf aussergewöhnlich grosse Muscheln trafen und abgestorbene Korallenreste vom Riff ausserhalb des Campingplatzes. Später lernten wir noch ein deutsches Paar kennen, die seit Jahren mit ihrem LKW im südlichen Afrika unterwegs sind und ihn zwischendurch immer wieder in Südafrika einstellen. Für einmal war es wieder einmal angenehm nicht immer im Sand zu stehen auf dem Campingplatz. Ein bisschen Wind vom Meer her war ganz angenehm. Am Vortag war es windstill und uns haben unzählige kleine Biester dutzende beissende Stiche hinterlassen haben. Glücklicherweise gilt die Sandhalbinsel bei Barra als malariafrei und die Viecher waren sehr klein, aber unangenehm beissen die Stiche trotzdem.

Traumhafter Palmenstrand

Den zweiten Tag verbrachten wir noch auch in der Morrungulo Beach Lodge und genossen den schönen Palmenstrand und das Baden am Meer. Anna hatte wieder zu tun mit Muscheln sammeln und Nik machte ein Nickerchen unter Palmen am Strand.

Ferien in Punta da Barra – 11.-15.08.2019

Zum Zmorgen freuten wir uns alle auf das selbstgebackene Brot, welches auch sehr gut schmeckte. Später verliessen wir den Platz und fuhren weiter nordwärts. In Inhambane mussten wir wieder Geld abheben (es sind pro Bezug leider umgerechnet nur jeweils knapp 80 Franken möglich…). Etwas später konnten wir in einem sehr modernen kleinen Supermarkt (vor allem auf die hier in der Saison zahlreichen Touristen ausgerichtet) unsere Vorräte vervollständigen. Die Kinder haben jeweils grossen Hunger und unsere Pfannen sind schon bald zu klein…;-). So ausgerüstet fuhren wir zur Landspitze Punta di Barra, wo wir für die nächsten Tage einen Campingplatz reserviert hatten. Eine Reservation wäre auch hier wegen der Nebensaison nicht nötig gewesen, wohl aber für den Erhalt unseres Visums für Mosambik. Der Campingplatz liegt zwischen Hüttchen fast am Ende einer sandigen Halbinsel inmitten von Kokospalmen. In dieser Lodge (Areia Branca Lodge) erhielten wir gar unser eigenes Badezimmer-Häuschen. Am Nachmittag unternahmen wir noch einen Spaziergang zum nahen Strand, wo der Wellengang und der Wind doch recht stark waren.

Camping unter Palmen auf der Halbinsel Barra
Wer hat die Kokosnuss geklaut…?
Erkundung am Strand
Kokosnuss essen…
Elias schmeckts

Während Anna’s Schulkolleginnen und -kollegen heute wieder die Schulbank drückten, machte Anna unter Palmen Hausaufgaben. Wir beschäftigten uns derweil mit Waschen (selbstverständlich Handwäsche, zumindest riecht die Wäsche dann wieder gut…), Brotteig machen und aus lokalen Früchten (Ananas, Papaya, Orangen, Mandarinen und Äpfeln) Fruchtsalat schnetzeln. Den Nachmittag spazierten wir entlang des Strandes auf beiden Seiten der schmalen Sandhalbinsel und die Kinder waren mit Muscheln sammeln beschäftigt. Dann durfte ein Bad im Pool nicht fehlen. Der späte Nachmittag verging dann wie im Flug; Feuer machen, Apéro, Brot backen und Eintopf zubereiten…

Schreibstube unter Palmen…
Feiner Fruchtsalat
Nik
Elias & Anna
Endlich wieder einmal saubere Füsse
Brot aus dem Feuertopf

Am nächsten Morgen konnten wir Jubiläum feiern – einen Monat unterwegs! Die Kinder beschäftigten sich lange auf dem Spielplatz während dem wir ein paar administrative Dinge zu erledigen hatten (eBanking, Campingplatzreservation für den Kalagadi-Nationalpark am Ende unserer Reise, etc.). Bei uns hat sich das wie folgt bewährt; In einem Handy haben wir eine mozambikanische SIM-Karte mit einem Datenguthaben eingesetzt und nutzen dies als Hotspot. Die Zahlungen machen wir über den Laptop mit der e-Banking-Freigabe über ein weiteres Handy. Tönt etwas kompliziert aber hat einwandfrei funktioniert. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war es an diesem dritten Tag fast windstill und wir wagten ein Bad im indischen Ozean. Auch heute gab es zwischendurch noch sehr grosse Wellen. Anschliessend wurde von der Jungmannschaft unbedingt noch ein Bad im Pool gewünscht. Beeindruckend war, dass auf der nicht dem offenen Meer zugewandten Seite der Halbinsel das Wasser bei Flut die Sandstrasse überflutete. Bis zu unserem Camper hatten wir aber doch noch einen Höhenunterschied von vielleicht einem Meter…;-)

Die Flut kommt und überflutet die Sandstrasse

Am nächsten Morgen waren die Kinder lange auf dem Spielplatz beschäftigt und spielten mit dem Jungen der Besitzerfamilie. Mit ihm streiften sie anschliessend auch übers Gelände bis bereits vor dem Zmittag der Wunsch nach einem Bad im Pool auftauchte. Der Nachmittag verbrachten wir nochmals am Meer und beim Kanufahren durch die angrenzenden kleinen Mangrovenwälder (auf der Seite der Bucht von Inhambane. Beim Höchststand der Flut (und dies bei Vollmond) konnten wir mit dem Kanu knapp über die überflutete Zufahrts-Sandstrasse fahren. Andererseits konnten wir bis zu 500 Meter vom Ufer weg immer noch stehen.

So eine grosse Kokosnuss habe ich gefunden!
Wer will noch eine Kokosnuss?😉
Kanufahrt
Herrlich so als Passagier…
Auf der überfluteten „Strasse”
Schön wars…

Die ersten Tage in Mosambik – 07.-11.08.2019

Mit dem Allradantrieb unseres Defenders und der Differentialsperre schafften wir es am Morgen auch wieder problemlos ohne Luft abzulassen die Tiefsandpiste zur Strasse zurück zu fahren. Unser heutiges Ziel war etwas nordwärts an der Lagune von Bilene. Die Hinfahrt war wieder sehr abwechslungsreich; der Verkehr und vor allem das Leben neben der Strasse insbesondere in den Ortschaften gibt viel zu sehen. Neben Gemüse und Früchten werden hier auch immer wieder sackweise Cashew-Nüsse verkauft (auch ein wichtiges Exportprodukt von Mosambik). Wir konnten nicht widerstehen und kauften zwei Säcke. In Bilene fuhren wir zum Complexo Palmeiras, einer Ferienanlage mit Häuschen und Campingplatz direkt am weissen Sandstrand der Lagune. Die Standplätze waren wieder tiefsandig aber für uns kein Problem; die Kinder genossen ihren Sandkasten direkt neben dem Camper. Eifrige Mitarbeiter des Camps rechten noch den Platz und brachten uns einen Grill und aufgrund von Verständigungsproblemen (die meisten sprechen nur rudimentär englisch), erhielten wir dann zweimal Brennholz, so dass es sicher für die zwei Abende hier reicht (und wohl noch ein paar Tage mehr…). Am Nachmittag spazieren wir zum Strand und badeten im glasklaren Wasser. Einheimische Kinder verkauften uns noch geröstete Erdnüsse. Später feuerten wir ein und grillierten zwei aus Südafrika importierte Schweinefilets. Nach dem Znacht war einmal mehr allgemeines Duschen angesagt, da dies bei den Kindern vom Spielen im Sand unumgänglich war. Die inzwischen tropischen Temperaturen trugen das seine dazu.

Schöner Sandstrand an der Lagune von Bilene
Anna
Elias am Baden
Nik beim Schaufeln
Sibylle – Beachlife
Beim Einfeuern…

Wir blieben zwei Nächte auf dem Campingplatz, so dass wir es gemütlich nahmen. Am Morgen spielten die Kinder im Sand und ich hatte Zeit unsere Reiseberichte zu schreiben. Später spazierten wir ins Dorf, wo wir für einen Spotpreis eine Ananas kauften. Auch Kartoffeln und eine mozambikanische SIM-Karte stand auf unserem Einkaufszettel. Letzters ist hier fast an jeder Strassenecke erhältlich, braucht keinerlei Formalitäten und wird gerne von den Händlern mit zusätzlichen Datenpaketen bestückt. Am Nachmittag gingen wir wieder zum Strand, wo es heute aber um einiges windiger als am Vortag war. Von einem Händler kauften wir noch einen Sack Cashew-Nüsse und kehrten zum Camper zurück. Nach einem Apéro starteten wir zum gemeinsamen Projekt Nachtessen; mit den Buben machte ich Feuer, Sibylle und Anna schnitten Fleisch, Würstchen, Kartoffeln, Rüebli, Zwiebeln, Broccoli und Käse, was zum Schluss einen feinen Eintopf in unserem Feuertopf zubereitet ergab. Abends konnte ich dank der SIM-Karte wieder einmal unsere Webseite aktualisieren, wenn auch noch ohne Fotos, da die Datenmenge noch nicht ausreichte.

Riesiger Sandkasten

Am nächsten Morgen packten wir wieder einmal alles zusammen. In Manica wollte ich Bargeld beziehen, was auch klappte, dafür blieb meine Bankkarte im Automaten. Zum Glück haben wir mehrere solche Karten mit dabei, so dass der Schaden vorerst begrenzt blieb. Wir kauften noch die nötigsten Dinge ein, u.a. auch neue Datenpakete fürs Handy. Nachdem auch noch der Dieseltank gefüllt war, fuhren wir weiter in Richtung Xai-Xai. Südlich davon hatten wir einen Campingplatz am Meer ausgewählt und unser Navi führte uns über eine Nebenstrasse (= Sandpiste) über rund 10 Kilometer zum Meer. Etwa 100 Meter vor dem Strand wurde es einfach zu viel Tiefsand, d.h. wir hätten über eine Düne fahren müssen, was wir aufgrund des Gewichts unseres Campers und der damit verbundenen Gefahr des Steckenbleibens nicht wagten. Es führten zwar Reifenspuren durch den Sand, vorbei an einem verfallenen Hotel, doch schliesslich entschieden wir uns drei Kilometer vor dem Ziel umzukehren. Da das Wetter heute allgemein nicht so toll war (stark bewölkt, windig) entschieden wir uns noch rund 100 Kilometer weiter zu fahren zum nächsten Campingplatz, der uns von der Beschreibung her zusagte. Obwohl wir vor den vielen Polizeikontrollen wussten und auch gewarnt wurden, tappten wir heute trotzdem hinein. Ca. 1 Kilometer nach einer Polizeikontrolle war eine Radarkontrolle, wo ich prompt etwas zu schnell war. Die Strassensignalisation ist aber auch nicht immer eindeutig (z. B. nach Geschwindigkeitseinschränkungen folgen nur selten wieder entsprechende Aufhebungen), so dass die Polizei im Zweifelsfall immer recht hat. Nach etwas Jammern halbierte der Polizist die Busse plötzlich, einen Quittungszettel erhielten wir jedoch nicht…

Bei Quissico an der Lagune fuhren wir zur LaGoa EcoLodge. Die Sandpiste führte hier durch Kokospalmwälder hinunter zur Lagune, über eine Brücke zu einer einfachen Lodge mit angegliedertem Campingplatz. Wir fanden ein ebenes Plätzchen und erhielten vom Inhaber den Schlüssel für ein Hüttchen, wo wir die sanitären Anlagen nutzen konnten. Es gab hier nur eine Eimerdusche. Wir erholten uns schliesslich etwas von der Fahrt, die bei entsprechendem Wetter noch imposanter gewesen wäre. Zum Schluss der Fahrt hatten wir gar zum ersten Mal seit dem Addo Nationalpark einen Regenschauer.

Auch hier blieben wir zwei Nächte. Am Morgen nach einer sehr ruhigen Nacht hatte es noch etwas Wolken am Himmel, die sich jedoch spätestens bei unserem ausgedehnten Spaziergang verzogen. Wir folgten etwas der Sandpiste auf der Halbinsel zu den Dünen. Unterwegs kamen wir an zum Teil einfachsten Behausungen mitten in einem riesigen Kokospalmenhain vorbei; die Häuschen waren zum Teil aus Lehm oder gar nur aus Schilf und es gibt hier weder Elektrizität noch fliessendes Wasser. Die hohe Düne zum Meer schenkten wir uns und spazierten am Rand der Lagune zurück. Überall begegneten wir weidenden Tieren. Unterhalb der Lodge war ein kleiner Unterstand mit Bänken eingerichtet, wo wir später Zmittag assen. Das klare und warme Wasser der Lagune verleitete dann zum Baden, was die Kinder auch ausgiebig nutzten. Später folgte ein neues Projekt. Wir hatten am Morgen Teig gemacht und wollten heute unser erstes Brot im Feuertopf backen. Auf dem gleichen Feuer grillierten wir und hatten auch noch in Alufolie gewickelte Kartoffeln in die Glut gelegt. Es gab einiges zu tun aber schlussendlich ist alles perfekt geraten und wir genossen ein feines Znacht.

LaGoa Ecolodge an der Lagune von Quissico
Ziemlich ab vom Schuss aber traumhafte Lage
Die „Hauptstrasse”
Traumhafte Lage – aber ohne Strom und fliessend Wasser
Spaziergang
Selbstauslöser-Foto
Nik und Anna geniessen den Ausblick
Selbstgebautes Segelschiff
Nik & Anna beim Baden
Strasse bei der Lodge
Brücke über die Lagune von Quissico

Auf nach Mozambique – 06.08.2019

Wir bunkerten am Morgen noch Wasser in unseren Wassertank (auch hier hat sich unser Schlauch bezahlt gemacht). Darauf wollten wir beim nahen Hippo-Pool noch einen kurzen Blick werfen, sahen die Nilpferde und ein Krokodil aber nur von weitem. So verliessen wir den Kruger Park. In Komatiport machten wir nochmals einen Grosseinkauf, da die Einkaufsmöglichkeiten in Mozambique begrenzter sind als in Südafrika. So beladen fuhren wir zur Grenze. Wir hatten schon einiges zur Grenze gelesen und liessen uns überraschen. Am längsten dauerte das Eintragen des Carnet de Passage (Zolldokument für das Auto) beim südafrikanischen Zoll ins obligate grosse Buch. Wir fuhren ein paar Meter weiter und hielten beim mosambikanischen Grenzposten. Als erstes bezogen wir am Bankomaten Bargeld. Die Pässe mit den im vornherein organisierten Visa wurden problemlos und rasch gestempelt, die Abfertigung mit dem Carnet ging auch zügig. Ein Zöllner wollte noch einen Blick in den Camper werfen und in einem Büro beim Grenzposten schlossen wir noch eine obligatorische Haftpflichtversicherung für einen Monat ab (zusätzlich für unsere bereits bestehende Versicherung für Gesamtafrika) für knapp 20 Franken. So konnte es losgehen. Schon bald folgte eine ausgesprochen freundliche Polizeikontrolle mit Führerscheinkontrolle. Dann ging es weiter in Richtung Maputo. Da die Ringstrasse um die Stadt eine grosse Baustelle war, nahmen wir den nächsten Weg, den uns das Navigationsgerät vorschlug. Dies war ein Erlebnis; wir kurvten durch die Vororte von Maputo und bestaunten das Leben und insbesondere die angebotenen Waren entlang der Strasse: Früchte, Kupplungsscheiben, Hühner aber auch Damentunterwäsche – das Angebot war grenzenlos. Schliesslich gelangten wir wieder auf die Hauptstrasse in Richtung Norden, welcher wir bis Marracene folgten. Dort steuerten wir den ersten Campingplatz an – die Marracene Lodge. Uns wurde auch rasch klar, wieso am Schild (und in der App) stand „nur 4×4“; der Weg war sandig und hügelig, zuerst ein bisschen, dann immer mehr. Auch die Wege auf dem Campingplatz waren teils tiefsandig. Bei der Marracene Lodge gibt es ein paar Häuschen zum Mieten und wir erhielten von einem den Schlüssel um die Toilette zu nutzen. Alles war sehr einfach, wobei wir bei einem Übernachtungspreis von umgerechnet CHF 7.00 auch nicht viel erwarten können. Da wir in Flussnähe waren, mussten wir uns beim Eindunkeln vor den Mücken schützen, weshalb wir uns nach dem Znacht und dem Einnehmen unserer Malaria-Prophylaxe in den Camper verzogen. Das Einnehmen der Tabletten (wöchentlich einmal) ist bei den Jungs etwas schwierig – die heute gewählte Variante mit der Schoggi-Creme mit den verstampften Tabletten war nur bei Elias erfolgreich. Bei Nik mussten wir die Tablette schliesslich in einem Quärkli verstecken.

Erste Nacht in Mozambique

Kruger-Nationalpark 02.-06.08.2019

Am Morgen verliessen wir den Hlane Nationalpark und bald darauf auch Swaziland. Wir kehrten nach Südafrika zurück. In Malelane vervollständigten wir unsere Vorräte und fuhren dann zum Malelane-Gate von Südafrikas grösstem Nationalpark. Bei der Brücke über den Fluss entdeckten wir bereits die ersten zwanzig Elephanten. Auch kurz nach dem Gaten sahen wir nochmals eine Elephantenherde und bis zum Berg-en-Dal-Restcamp auch noch Giraffen, Kudus und natürlich Impallas. Ich hatte die Campingplätze in diesem Nationalpark schon früh im voraus gebucht, musste aber noch nehmen was frei war. Nach einem Imbiss machten wir uns auf den Rhino-Track, einer Art Naturkundeweg rund ums Camp. An einem Ort sahen wir einige Ranger, die zwei Paviane geschossen hatten, da diese gegenüber den Gästen im Camp sehr aggressiv auftraten. Zum Znacht bereiteten wir uns im Feuertopf erstmals einen feinen Eintopf zu, der bei allen auf grossen Anklang stiess. Vor dem Schlafen gehen, hatte die ganze Familie, insbesondere die beiden jüngsten eine gründliche Reinigung nötig.

Auf dem Rhino-Track
Wer braucht schon saubere Füsse…?

Wir starteten schon für uns früh, da aufgrund Hochsaison im Kruger Park nur noch ein Platz im Satara Restcamp zu ergattern war. Erst fuhren wir eine Schlaufe zum Matjulu-Wasserloch, wo wir neben Giraffen und Zebras auch eine Hyäne entdeckten. Unterwegs begegneten uns immer wieder Impallas, Kudus, dann auch eine ganze Herde Büffel und schliesslich Elephanten. Von einer Brücke über den Fluss Byamiti entdeckten wir ungefähr 40 Elefanten. Beim Camp Suzuka machten wir eine Mittagspause, die Elias nie mehr vergessen wird. Er legte sein Sandwich auf den Tisch, worauf blitzschnell ein Affe (grüne Meerkatze) zwischen Anna und Elias auf den Bank sprang und das Sandwich packte. Das ging so schnell, dass wir das gar nicht alle gesehen haben. Elias hingegen fand das gar nicht lustig, hatte Angst und wollte kein neues Sandwich mehr. Lieber ass er eine Banane, die ihm dann aber zerbrach und ebenfalls von einem Affen zum Zmittag verspeist wurde. Später entdeckten wir nochmals viele Elephanten, z.T. in Herden von bis zu 50 Tieren, so dass wir insgesamt wohl mehr als 200 dieser imposanten Tiere gesehen haben. Unterwegs stauten sich an einem Ort die Autos und aus den Fenstern wurden riesige Foto-Objektive gehalten. Wir schauten auch hin und entdeckten auf einem Baum faul in einer Astgabel ruhend einen Leoparden. Leider war er etwas weit entfernt und nur mit dem Fernglas gut zu beobachten. Im Satara Restcamp zog es die Kinder dann als erstes zum Swimmingpool, wo wir ein erfrischendes Bad nahmen. Mit den Buben ging ich später noch kurz zum Camp-Zaun, wo wir gerade zwei Hyänen antrafen, die vorbei spazierten.

Büffel
Elephantenherde am Fluss
Schwergewicht…
Abkühlung
Hyäne

Auch heute fuhren wir wieder frühzeitig los (die meisten anderen Campinggäste waren aber schon viel eher unterwegs (z.T. ab fünf Uhr, wenn die Gates aufgehen). Auf der ersten Piste entlang eines Flusslaufes (aber aktuell ohne Wasser) entdeckten wir viele Tiere (Impallas, Zebras, Elephanten und Kudus). Bei N’wantesi machten wir eine Pause und entdeckten vom Aussichtspunkt drei Krokodile. Beim Orpen Damm verpflegten wir uns mit einem Picknick und entdeckten je länger je mehr Tiere; Impallas, Wasserböcke, elf Krokodile, Schwarzstörche, Hippos und eine Schlange (gestreifter Shaapsteker). Auf dem Weg zum Lower Sabie Restcamp sahen wir zwei Löwinnen, wobei die eine wohl ein gebrochenes Bein hatte und schon sehr mager war. Zudem waren sie weit vom Wasser entfernt, was wohl ihr Schicksal besiegeln wird. Etwas später entdeckte ich per Zufall zwischen den Büschen zwei Löwen-Männchen. Alle Raubkatzen waren aber weit entfernt und nur durch das Fernglas gut zu beobachten. Als wir im Lower Sabie Restcamp eintrafen, merkte ich, dass ich eigentlich eine weitere Nacht im Satara Restcamp gebucht hatte. Ich wollte umbuchen aber die Antwort war leider negativ. Dass wir nicht nochmals über 100 Kilometer zurückfahren mussten, unternahm Sibylle nochmals einen Anlauf bei der Rezeption, der dann schliesslich erfolgreich verlief, da scheinbar jemand abgesagt hatte. Erleichtert tranken wir ein Bier auf ihren Erfolg. Abends stellten wir dann fest, dass noch mehr Plätze frei blieben. Vom Camp hat man einen schönen Blick auf den Fluss, wo wir etliche Tiere entdecken konnten. Schliesslich führte unser Weg wieder zum Swimmingpool. Das ganze Tiere schauen war für die Kinder ziemlich anstrengend, worauf für uns ein anstrengender Abend folgte. Als nach dem Znacht wieder alle gesättigt waren stimmte auch die Stimmung wieder, während wir immer wieder die Rufe der Hippos vom Fluss her hören konnten.

Giraffe

Am nächsten Tag hatten wir nur eine kurze Strecke zu fahren und konnten uns entsprechend viel Zeit dafür nehmen. Erst überquerten wir die Brücke über den Fluss nochmals und entdeckten Hippos, ein Krokodil und eine Herde Elephanten. Wir kehrten um und fuhren südwärts, wo wir nach kurzem ein Löwen-Männchen und später ein Löwenpaar beobachten konnten, leider wiederum etwas weit entfernt. Später fuhren wir zum Ntandanyathi-Versteck, wo wir ausstiegen und im Hüttchen bequem die Tiere am Bach beobachten konnten. Erst waren zwei Giraffen und Impallas da, später zwei einzelne Elephanten und kurze Zeit darauf erfrischte sich eine ganze Herde Elephanten, nach dem sie den Bach durchquert hatten. Später bewarfen sich sich mit Schlamm. Das ganze Schauspiel war sehr spannend und wir verbrachten wohl über eine Stunde da. Die anderen Tiere, die wir da entdeckten, gerieten dabei eher zu Statisten (Zebras, Kudu, Schwarzstorch, Schildkröten, ein Graureiher und ein Schreiseeadler). Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir zum Crocodil Bridge Restcamp, wo wir einen ruhigen Nachmittag genossen. Nebenbei wurden die Waschmaschinen des Camps von uns intensiv genutzt, die Reisetagebücher der Kinder nachgeführt und schon bald den Grill eingefeuert. Vor dem Ins-Bett-Gehen steckten wir noch alle Kinder in die Badewanne und wer den afrikanischen Staub kennt, kann sich auch vorstellen, wie das Badewasser und die Badewanne danach ausgesehen haben.

Man beachte die Dreckränder rechts…😜
Anna‘s Rückblick in ihrem Reisetagebuch zum Krüger-Nationalpark

Swaziland 29.07.-02.08.2019

Am Morgen fuhren wir schon frühzeitig los, da wir uns eine etwas längere Strecke vorgenommen haben. Wir hatten bereits im Voraus die Campingplätze in den Nationalparks von Swaziland reserviert. Kurz vor der Grenze fuhren wir über eine üble Asphaltstrasse, die mit unzähligen Schlaglöchern versehen war zum Grenzposten. Die Ausreise aus Südafrika und die Einreise beim sehr freundlichen Grenzpersonal von Swaziland (oder neu eSwatini) ging problemlos. Ab hier führte eine breite sehr gut ausgebaute Strasse durch Waldgebiete weiter. Später fuhren wir immer hinunter worauf sich die Vegetation rasch änderte und neben Zuckerrohr auch Bananen angebaut wurden. Da der Motor unseres Landrovers in den letzten Tagen ab und zu Probleme bereitete (manchmal lief er nur auf vier statt fünf Zylindern), besuchten wir eine auf Landrover spezialisierte Garage, deren Empfehlung wir im App iOverlander gefunden haben. Wir vereinbarten auf den Folgetag einen Termin auf acht Uhr und fuhren dann weiter zum Mlilwane Wildlife Sanctuary. Auf dem Campingplatz richteten wir uns ein und genossen nach der langen Fahrt einen kühlen Apéro. Wir wurden dabei besucht von Nyala-Antilopen, die sich einen Leckerbissen erhofften. Auf dem Platz trafen wir noch ein Paar aus Österreich, deren Pickup auch mit uns hätte verschifft werden sollen (er wurde auch…).

Besuch…
Landrover-Spezialisten an der Arbeit

Am nächsten Tag hiess es für einmal früh aufstehen. Ich liess die Familie auf dem Campingplatz im Nationalpark zurück und fuhr eine knappe halbe Stunde in die Garage. Der Sohn des Inhabers kümmerte sich um mein Problem und auch der Vater (absoluter Landrover-Spezialist) und sein Bruder kümmerten sich um den Motor. Die offene Halle war ziemlich afrikanisch. Viele Autos standen da und überall lagerten Motoren und deren Einzelteile. Zu meinem Erstaunen standen da auch insgesamt vier Bucher Duro, die die Inhaber von der Polizei und der Armee von Swaziland gekauft haben. Das Diagnosegerät zeigte nur ein Problem mit der Einspritzdüse des ersten Zylinders an. Nach diversen Tests hätte die Einspritzdüse gewechselt werden sollen, doch es zeigte sich, dass nur ein Kabel zur Einspritzdüse sich gelöst hatte. Nach etwas Löten funktionierte der Motor wieder einwandfrei. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich noch die Zylinderkopfdichtung ausgewechselt. Ich war dem Team sehr dankbar (sie bestellen die Ersatzteile übrigens Containerweise direkt in Grossbritannien und haben fast alles vorrätig) und für den Rechnungsbetrag wäre dies bei uns nie möglich gewesen.

Auf dem Campingplatz wurde ich bereits sehnsüchtig erwartet. Da in diesem Nationalpark ausser Krokodile keine Raubtiere vorhanden sind, konnten wir gemütlich zu Fuss zum kleinen Stausee gehen, wo wir eben diese Reptilien besichtigen konnten. Es ist nichts eingezäunt und wir spazierten in unmittelbarer Nähe von Impalla- und Nyala-Antilopen zum See. Es wird dann doch gewarnt, dass man nicht zu nah an die Krokodile gehen soll. Auf dem Rückweg entdeckten wir dann nochmals ein solches Reptil auf der gegenüberliegenden Seite eines Bächleins, nur ca. 15 Meter von uns entfernt.

Spaziergang mit Wildbegegnung
Neugieriger Besuch

Am dritten Tag verliessen wir nach einer kurzen Rundfahrt (wir entdeckten insgesamt elf Krokodile!) den Mlilwane Nationalpark und fuhren nach einem Einkaufsstop zum Hlane Nationalpark. Eine Reservation wäre hier nicht erforderlich gewesen. Es hatte noch sehr viel Platz. Erstmals konnten wir heute kurze Hosen tragen und starteten gegen vier Uhr eine Pirschfahrt im Park. Schon bald entdeckte ich im Gebüsch zwei Breitmaulnashörner. Die Tiere beeindrucken mit ihrer Grösse, haben wir doch in Afrika tagsüber noch nie ein Nashorn entdecken können. Später entdeckten wir noch zwei Elefanten und einen Wasserbock, neben unzähligen Impalas. Zum Znacht gingen wir ins Restaurant, wo es ein feines Buffet gab. Hier im Camp ist speziell, dass es keinen Strom gibt (abgesehen von der Reception). So hatten wir ein Nachtessen beim Licht einer Petrollampe (seit heute sind wir auch glückliche Besitzer einer solchen Lampe, da unser Lämpchen auf dem Transport nach Afrika abhanden gekommen ist). Nach dem Essen folgte noch eine Folklore-Darbietung mit Gesang und Tanz, die Elias so mitriss, dass er gleich mittanzte und die Tänzer imitierte.

Breitmaulnashörner
Waschtag…

Den Folgetag blieben wir im Hlane-Nationalpark und genossen neben einer kurzen Pirschfahrt mit relativ magerer Ausbeute (zwei Nashörner, eine Gruppe Giraffen und etwas „Kleinvieh“) den Nachmittag auf dem Campingplatz. Wir verbrachten unseren Nationalfeiertag mit Wäsche waschen (selbstverständlich Handwäsche…) und Spielen. Es lief hier immer sehr viel, da unzählige Cars einheimische Schüler in den Park führten, die hier einen Ausflug geniessen konnten. Am Wasserloch entdeckten wir dann nochmals Nashörner und wir versuchten uns am Backen eines Kuchens in unserem gusseisernen Feuertopf. Daneben nutzten wir die Glut auch für feine Grilladen zur Feier des Tages. Unser erster Backversuch gelang insofern, dass wir die Mitte des Kuchens wirklich geniessen konnten, der Rest aber eher die Farbe des Feuertopfes angenommen hatte. Nun wissen wir wenigstens, dass wir die Backdauer etwas reduzieren müssen.

Die Wäscheleine musste den 1. August-Fähnchen weichen…
1. Versuch zum Kuchen backen

Aufgrund des nur selten verfügbaren Wifi verzögern sich unsere Berichte etwas und die Anzahl Fotos sind vorerst etwas begrenzt.

Nochmals in den Bergen – 27./28.07.2019

Elias entdeckte aus dem Fenster am Morgen grosse schwarze Tiere und meinte, dass Büffel auf dem Campingplatz herumspazierten. Diese vermeintlichen Büffel entlarvten sich dann als Hängebauchschweine, zu denen sich später auch noch Ponys gesellten.

Hängebauchschwein on Tour…

Unser nächstes Ziel war der Golden Gate Highland Nationalpark nördlich Lesotho. Wir folgten fast den ganzen Weg der Grenze bis wir nach Clarens (benannt nach dem Ort am Genfersee) auf dem Nationalpark-Camping eintrafen. Wir fuhren kurz durch Clarens, welches aber wohl aufgrund der vielen Restaurants am heutigen Samstag total überlaufen war. Auf dem Camping hatten wir eine tolle Sicht auf die umliegenden Berge mit ihren imposanten Sandsteinformationen. Wir genossen einen schönen Nachmittag, wuschen noch einen Teil unserer Wäsche (die sich irgendwie auch unterwegs ständig ansammelt…) und mussten nach dem Znacht rasch in den Camper, da hier auf 1‘960 Meter über Meer die Temperaturen rasch sanken, wenn die Sonne hinter den Berggipfeln verschwunden war.

Sensationelle Aussicht von unserem Campingplatz

Am nächsten Morgen war es bitterkalt. Beim Abwischen des Tisches gefror das Wasser im Lappen umgehend… Entsprechend schnell fuhren wir weiter. Als nächstes besuchten wir das Basotho Cultural Village, wo wir in das frühere Leben der Sotho (u.a. Bevölkerung der Region und Lesothos) eingeführt wurden. Wir lernten viel spannendes und der Papi wurde als Dorf-Chef eingekleidet…

Später fuhren wir weiter bis in die Nähe von Dundee, wo wir bei der Battlefield Country Lodge auf deren Camping übernachteten. Die Kinder genossen hier den Spielplatz und die fahrbaren Untersätze. Zum Znacht holten wir uns dann für einmal einfach Pizzas.

Easy Riders…

Fotos folgen aufgrund der langsamen Internetverbindung zu einem späteren Zeitpunkt…

Geburtstag und retour nach Südafrika – 26./27.07.2019

Am Morgen überraschten wir Sibylle mit einem “Häppi Börsdäi” noch im Bett. Nach dem Zmorge probierten wir noch den Jelly-Pudding, den Anna und ich noch “spätnachts” (à propos “spätnachts”; bis jetzt waren wir meist um halb sieben im Camper und um acht Uhr im Bett, kältehalber…) vorbereitet hatten. Dieser traf dann allerdings nicht auf einen so grossen Anklang.
Heute verliessen wir die Malealea-Lodge wieder und fuhren über den Pass “Gate to Paradise” zurück.

Zurück zum Pass
Wieder auf dem Pass „Gate of Paradise”

Je mehr wir uns der Hauptstadt Maseru näherten, desto mehr Verkehr gab es und mehr Leute waren unterwegs. Dieser Teil Lesothos hat uns nicht so gut gefallen. Der Grenzübertritt zurück nach Südafrika war wieder problemlos. Wir fuhren nur bis Ladybrand, wo wir nach einem Grosseinkauf auf den örtlichen Campingplatz “Little Rock” fuhren. Hier waren wir einmal mehr die einzigen Gäste, die campten. Den Kindern hat es sehr gut gefallen, gab es doch einen Spielplatz.
Erst feierten wir aber richtig Geburtstag mit Torte und Kerzen. Zum Znacht feuerten wir den Grill ein und legten zwei richtig grosse Fleischspiesse darauf. In Südafrika ist Grillieren total in und es hat überall Grills und die Auswahl in den Geschäftern zum Grillieren ist meist auch sehr gross. Auf dem Campingplatz hatten wir noch unser privates Badezimmer erhalten – den Family-Room mit Toilette, Dusche und Badwanne!

Wir feiern Sibylles Geburtstag 🎂
Die Flammen gingen nicht so einfach aus…;-)
Viel Platz für uns…
Znacht auf dem Grill

ein Abstecher nach Lesotho – 24./25.07.2019

Wir hatten uns trotz unserer „Verspätung“ von drei Tagen entschieden nicht auf einen Besuch von Lesotho zu verzichten – zum Glück!

So fuhren wir also via Zastron, wo wir unseren Dieseltank nochmals füllten, in Richtung Grenze. Die letzten Kilometer führten über eine zum Teil grobe Piste bis wir plötzlich vor dem modernen südafrikanischen Grenzposten Sepushek mit tadellosem Betonbelag standen. Wir sind uns nicht sicher ob die örtlichen Grenzbeamten hierhin strafversetzt worden sind, aber die Arbeit hier ist definitiv keine Herausforderung; wir waren die ganze Zeit alleine da. Was die Beamten mit dem Carnet de Passage machen sollten, wussten sie auch nicht, so dass wir es einfach sein liessen, da wir ja wieder nach Südafrika zurückkehren. Der Unterschied zum folgenden Grenzposten war eklatant; eine grobe Steinpiste führte zu einem kleinen Häuschen. Ich ging hinein und fand zwei Männer am fernsehen, immerhin Sateliten-TV. Ein kleiner Kohleofen wärmte die beiden, wovon einer noch in eine traditionelle Wolldecke eingewickelt war. Die Stempel waren rasch in den Pässen, erst wurde aber auch auf dieser Seite der Grenze nach der Geburtsurkunde unserer Kinder gefragt, welche wir natürlich mit und führten. Nach einem Blick in unsere Kabine, wohl mehr aus Neugierde, wurde uns die Schranke geöffnet.

Eine noch gröbere Steinpiste führte uns die ersten Kilometer bis zu einer Asphaltstrasse. Die Landschaft war noch ähnlich, wirkte aber mit den vielen kleinen Häusern, den kleinen Feldern und den Tieren und den zu Fuss unterwegs angetroffenen Menschen gegenüber den grossen Farmen und einsamen Landstrichen auf südafrikanischer Seite ganz anders.

Auf dem Weg nach Lesotho
Südafrikanischer Grenzposten…
… & der Grenzposten von Lesotho
Aber eine grosse Willkommenstafel haben sie

Unser heutiges Ziel war die Malealea-Lodge. einer schon sehr alten Anlage, wo Camping möglich ist. Wir hatten dazu zum Schluss noch über einen 2001 Meter hohen Pass zu fahren, dies selbstverständlich auf einer einspurigen kurvigen Schotterpiste. Nach dem Pass „Gates of Paradise“ waren wir schon bald am Ziel und konnten unseren Defender unter hohen Zedern zwischen den Hüttchen der Lodge parkieren. Wir genossen einen schönen Nachmittag, grillierten am Abend feines Fleisch. Wir wurden noch beehrt mit einer musikalischen Vorführung des örtlichen Chors. Später mussten wir uns dann schon bald in dem Camper zurückziehen, da auf 1830 Meter über Meer im Winter die Nächte sobald die Sonne untergegangen ist rasch kalt werden.

Auf dem 2001 Meter über Meer hohen Pass „Gate of Paradise”
Auf dem 2001 Meter über Meer hohen Pass „Gate of Paradise”
Sensationelle Fernsicht vom Pass
Campen unter hohen Bäumen in der Malealea-Lodge
Der örtliche Gesangs-Chor

Den ganzen Nächsten Tag verbrachten wir noch in der Lodge. Die Kinder genossen den Spielplatz und das Spielen. Am Nachmittag machten wir noch einen Spaziergang durch das Dorf, wo wir noch verschiedene Eindrücke gewinnen konnten. Die Lodge bietet Trekking, Mountain Biken und Pferdeausritte an, wobei viele Menschen aus der Region hier ein Einkommen haben. Wir liessen unsere Wäsche hier auch noch waschen, was uns einerseits Arbeit abnahm und den Frauen einen Verdienst sicherte.

Nik beim Trinkwasser filtern
Im Dorf Malealea – auf dem Weg zwei ca. 5-6jährige Mädchen, die mit ihrem kleinen Bruder einen Eimer Wasser holen mussten.
Der zweite Grillabend in der Malealea-Lodge
Es geht früh ins Bett

ein windiger Tag – 23.07.2019

23.07.2019

Wider Erwarten war die Nacht gar nicht so kalt. Das Zmorge konnten wir schon in der wärmenden Sonne geniessen, mussten einfach aufpassen, dass uns eine Horde Affen (Meerkatzen) nichts nahmen.

Besuch beim Zmorge…

Nach einem kurzen Einkauf- und Tankstopp in Cradock fuhren wir nach Nordwesten. Die Gegend war ziemlich eintönig, alles Gras verdorrt und ein heftiger Wind blies. Gegen Abend nahm dieser noch zu; bei Aliwal North, wo wir in der Nähe bei einem Bed & Breakfast mit angegliedertem Campingplatz übernachteten, war die Luft durch viel Sand und Staub sehr trüb. Trotz Spielplatz und Sonnenschein war es sehr ungemütlich und wir mussten drin bleiben. Die Besitzerin führte auch ein Restaurant und aufgrund eines Verständigungsproblems standen wir um halb sieben im Restaurant, dass eben geschlossen wurde. Die Besitzerin entschuldigte sich vielmals und lud uns ein vom Buffet zu essen, dass sie im hinteren Teil des Restaurants (in einer Art Lagerhalle, mit schiefem Boden) mit üppiger Dekoration eingerichtet hatte. So gab es statt der erwarteten Pommes einfach Reis mit Pouletschenkel und Gemüse.

Windige Pause unterwegs

Mountain Zebra National Park – 22.07.2019

Mountain Zebra National Park – 22.07.2019

Nach dem Zmorge besuchte ich mit den Kindern noch das Nationalparkmuseum wo unter anderem das Skelett eines Elephanten ausgestellt war. Später fuhren wir weiter zu unserem heutigen Tagesziel, dem Mountain Zebra Nationalpark. Wir hatten den dortigen Campingplatz reserviert, was im Nachhinein total überflüssig war, da nur gerade ein Platz bei unserer Ankunft besetzt war. Wir genossen einen sonnigen Nachmittag, wenn auch noch einiges zu tun war; wir mussten u.a. den südafrikanischen Stecker an unser Anschlusskabel montieren. Bereits auf der Hinreise hatten wir etliche Tiere gesehen, z.T. noch im Addo Elephant Nationalpark, später auf einem Parkplatz zwei Dromedare und auf einer privaten Game Lodge zwei Giraffen, unterwegs immer wieder Affen (Paviane und Meerkatzen) und schliesslich in diesem Park Gnus, Bergzebras und eine Elandantilope (diese muss auch hier speziell aufgeführt werden). Vor dem Sonnenuntergang hatten wir nochmals eine Tour über das Rooiplats, ein Hochplateau, wo wir dieses Mal gegenüber vor acht Jahren sehr viele Tiere entdeckten; Weissschwanz-Gnus, Blessböcke, Kuhantilopen, Springböcke und natürlich Bergzebras, wobei wir diese von allen Tieren am wenigsten entdeckten. Zurück im Camp gingen wir ins Restaurant essen, da wir die Nacht nach unseren Erfahrungen vor acht Jahren als sehr kühl einschätzten.

Springböcke
Bergzebra
Buntböcke
Rundtour im Abendlicht

Addo Elephant National Park 20.-22.07.2019

Am Morgen packten wir noch die letzten Sachen in unseren Camper, kauften noch ein paar Dinge ein, die noch fehlten und dann fuhren wir zum Addo Elephant National Park. Das Wetter war sehr wechselhaft, Regen, viele Wolken, manchmal auch sonnig. Nach einer kurzen Stärkung am südlichen Parkeingang ging es los. 5 Augenpaare verfolgten die Umgebung und jeder wollte der erste sein, der einen Elefanten entdeckt. Schon nach wenigen Minuten wurde Sibylle fündig, was auch nicht schwer war, da der Koloss mitten auf der Piste gemütlich vor uns her ging. Wir nahmen es ihm auch nicht übel, dass er seine riesigen Hinterlassenschaften direkt vor uns auf den Weg setzte. Das Wetter hatte aus der Piste und den zahlreichen Tümpeln unserem Defender innert Kürze eine artgerechte Patina geschenkt. Unterwegs zum Camp trafen wir noch einige Elefanten, auch eine Kuh mit zwei Jungtieren. Daneben entdeckten wir auch das eine oder andere Tier; Zebras, Kudus, Warzenschweine und eine Elandantilope (muss hier für eine Person speziell erwähnt werden…).

Elefanten-Mutter mit Jungtieren im Regen

Aufgrund des Wetters und der kühlen Witterung besuchten wir am Abend das äusserst empfehlenswerte Restaurant des National Parks. Wir genossen sensationelle Steaks zu einem sehr günstigen Preis.

Anna freut sich auf einen feinen Hamburger

Nachts war es dann wirklich kalt – unter dem Gefrierpunkt, so dass wir froh um unsere Heizung waren. Am nächsten Morgen kehrten die angenehmen Temperaturen mit der Sonne zurück.

Am Sonntag suchten wir, diesmal bei wolkenlosem Wetter, den ganzen Morgen Elefanten, waren aber erst am Nachmittag erfolgreich. Wir konnten mehrere Elefanten beobachten. Zurück auf dem Campingplatz genehmigten wir uns einen Apéro und grillierten dann feine Straussenburger.

Zebra am Weiden
Warzenschweine beim Grasen
Unterwegs zum Wasserloch

Endlich ist unser Camper angekommen!

In der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag (17./18.7.19) ist das Schiff mit unserem Camper in Port Elizabeth angekommen. Unsere Agentur hat aber erst am Freitag einen Zolltermin erhalten. So kauften wir noch alles fehlende ein und genossen einen weiteren schönen Tag in Summerstrand und beim Leuchtturm. Erst überzeugten wir uns aber selber, dass das Schiff im Hafen eingetroffen ist.

Am Freitag warteten wir gespannt auf den Anruf unserer Agentin. Schliesslich hatten wir um drei einen Termin bei ihr (unser Cottage und unseren Mietwagen hatten wir bereits um eine Nacht bzw. einen Tag verlängert…). Nun ging es aber schnell; wir mussten noch Bargeld holen um die Hafen- und Zollgebühren zu bezahlen und dann fuhren wir zum Hafen. Nach dem xten Security-Check waren wir endlich beim Camper. Weil jetzt noch einer vergessen hatte das Licht auszuschalten mussten wir auch noch überbrücken, da die Batterieleistung nicht mehr zum Starten ausreichte. Da am Freitagnachmittag alle auf den Feierabend warteten und unser Camper das letzte Fahrzeug war, ging hier alles überraschend schnell.

Zurück in der Pine Lodge ging es ans Einladen des Fahrzeuges, wobei alle tatkräftig mithalfen. Beim Znacht waren alle voller Vorfreude auf die Abfahrt. Da am Freitag das Wetter gekehrt hat, war unsere letzte Nacht im Cottage stürmisch (aus meteorologischer Sicht…).

Das Schiff ist da…!
Alleine und verlassen wartet unser Defender auf neue Abenteuer im Hafen von Port Elizabeth
Fast bereit zur Abfahrt…

Die ersten Tage in Südafrika

Da unser Camper ja irrtümlich in Zerbrugge nicht rechtzeitig verladen wurde, haben wir hier in Port Elizabeth etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant. Wir haben in der Pine Lodge ein gemütliches Cottage mit Blick aus Meer. Wir lernten am ersten Abend noch ein Paar kennen, deren Camper auf demjenigen Schiff nach Südafrika transportiert wurde, wie unseres geplant war.

Unser Cottage in der Pine Lodge
Die Männer am Grillieren…😉

Am ersten Morgen mussten wir vor dem Zmorge erst einkaufen. Dafür genossen wir bei warmen Temperaturen ein Zmorge auf der Terrasse. Port Elizabeth ist mit 300 Sonnentagen pro Jahr zum Warten nicht der schlechteste Ort. Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Spielplatz, der Minigolf-Bahn und auf der Terrasse. Abends weihten wir den Grill ein mit einer zwei Meter langen Boerewoers.

Nik beim Minigolf

Am Dienstag besuchten wir kurz entschlossen das Aquarium von Port Elizabeth, das aber wegen Umzug teilweise geschlossen war. Trotzdem sahen wir eine Seehunde-Show und diverse andere Tiere wie Pinguine, Schildkröten, Krokodile und Schlangen.

Wal-Skelett im Aquarium

Anschliessend ergänzten wir unsere Vorräte und versuchten eine Südafrikanische SIM-Karte zu kaufen. Es scheiterte daran, dass wir keine Südafrikaner sind. Schliesslich stellte uns eine Einheimische ihren Personalausweis zur Verfügung, mit dem Resultat, dass nach rund 40 Minuten warten die Karte schliesslich doch nicht registriert war. Bei Kosten von 5 Rand (ca. 35 Rappen) ein ganz schöner Aufwand für nichts.

So machten wir uns auf zum Leuchtturm vom Cape Recife, etwas südlich unserer Unterkunft, wo wir einen schönen Strandspaziergang unternahmen.

Zmittag-Picknick
Leuchtturm am Cape Recife
Leuchtturm am Cape Recife
Hohe Wellen

Am Mittwoch gingen wir gross Einkaufen, dass wir für unsere Reise gerüstet sind. In einem riesigen Camping-Geschäft kauften wir neue Gasflaschen und das dazugehörige Equipment. An der Gas-Station ein paar Strassen weiter liessen wir diese füllen. Später statteten wir uns mit einer Grundausstattung Lebensmittel aus. Am Nachmittag erhielt ich ein Telefon, dass unser Camper in der Nacht auf Donnerstag in Port Elizabeth eintreffen soll, sich die ganze Zollabfertigung etwas dahinziehen soll und das Auto erst am Freitag greifbar sein soll. Tja, dann halt. So haben wir rasch unseren Aufenthalt im Cottage um nochmals eine Nacht verlängert.

Anna am Sönnelen…

Gut in Port Elizabeth gelandet

Mit Umsteigen in Johannesburg sind wir am vergangenen Sonntag gut in Port Elizabeth angekommen. Das Übernehmen unseres Mietautos hat problemlos geklappt und wir haben in der Pine Lodge südlich von Port Elizabeth ein schönes Cottage mit Meerblick bezogen. Die nächsten Tage schalten wir in den Ferienmodus und kommen hier an.

Der Airbus 340-300 „Schaffhausen“ der Swiss steht bereit…
Hungrig auf dem Hinflug… (der Passagier im Hintergrund auch…😜)
Spannender Blick aus dem Flugzeugfenster!
Gut gelandet auf dem Port Elizabeth International Airport

verhängnisvolles Telefonat

unser nächstes Schiff – Glorious Leader (Foto: Fleetmon.com)

Am vergangenen Mittwoch rief mich die zuständige Dame von Seabridge an mit einer verhängnisvollen Mitteilung. Die Reederei hat unseren Defender nicht auf das Schiff Morning Calypso verladen. Da in einem internen Computersystem ein Häckchen fehlte, erschien unser Camper als “nicht angeliefert”. Die Firma Seabridge und ich waren gar nicht amused ob der Nachricht. Frau Berger von Seabridge hat unser Auto bereits provisorisch auf das nächste Schiff ab Zeebrugge nach Port Elizabeth vom Sonntag, 30.06.2019 gebucht. Da das Schiff aber weiter nach Australien fährt, braucht unser Auto eine spezielle Wärmebehandlung zum Abtöten von bestimmten Keimen. Die entstehenden Kosten übernimmt die Reederei. Nach der Zustimmung unsererseits soll der Camper nun mit dem Schiff Glorius Leader verschifft werden und am 17.07.2019 in Port Elizabeth eintreffen. Wir müssen nun unsere ersten Buchungen ändern, da wir mindestens eine Nacht länger in Port Elizabeth bleiben werden. Das ist zwar ziemlich ärgerlich – aber es gibt schlimmeres.

PuTTY

Das Schiff ist bereits unterwegs

In den letzten Wochen hatte ich mehrfach von unserem Spediteur Seabridge Fahrplanänderungen der Reederei Wallenius Wilhelmsen erhalten. Nach den neuesten Informationen hätte unser Defender am Sonntag, 23.06.2019 in Zeebrugge auf das Transportschiff Morning Calypso verladen werden sollen.  Im Internet gibt es verschiedene Seiten, wo man Schiffe auf den Weltmeeren lokalisieren und sie auch entsprechend verfolgen kann. Nach diesen Angaben hat die Morning Calypso bereits am Freitag, 21.06.2019 in Zeebrugge abgelegt und fährt nun via Le Havre nach Port Elizabeth.

Der Camper ist bereits unterwegs

kurze Übernachtung in einem ruhigen Einfamilienhausquartier in Zeebrugge

In einer schnellen Aktion habe ich am vergangenen Sonntag unseren Camper nach Belgien überführt. Gegen Abend bin ich zuhause gestartet und bin über Frankreich und Luxembourg nach Zeebrugge in Belgien gefahren, wo ich nach zwei Uhr nachts eintraf. Nach einer kurzen und ruhigen Nacht in einem Einfamilienhausquartier fuhr ich zum Terminal der Reederei Wallenius Wilhelmsen. Neben rund zwanzig grossen LKWs mit Fahrzeugen aller Art hatte ich definitiv das kleinste. Ich reihte mich in die lange Schlange am Schalter ein und nach fast zwei Stunden war ich dann an der Reihe.  Mit meiner bereits vorgängig durch den Spediteur Seabridge erhaltenen Frachtnummer musste ich nur noch den Fahrzeugausweis vorzeigen. Ein Kontrolleur nahm dazwischen noch einen Augenschein in unserem Auto, ob alles ordnungsgemäss verladen ist und ob wir keine unerlaubten Waren mitführen. Dann konnte ich den Schlüssel für die Führerkabine abgeben und für mich war alles erledigt. Meine Abfertigung hatte nur eine knappe Viertelstunde gedauert. Draussen im Auto packte ich noch meine Sachen zusammen, demontierte die Kennzeichen und machte mich zu Fuss auf zum Bahnhof.

Hinfahrt nach Zeebrugge

Ab dem Bahnhof Heist fuhr ich mit dem Zug erst nach Brügge und anschliessend nach Brüssel. Ich hatte genug Zeit für die Abgabe des Autos eingeplant, so dass ich nun noch rund drei Stunden Aufenthalt in Brüssel vor mir hatte. Hungrig bestellte ich mir in einem Restaurant eine Pizza und ein Bier. Später unternahm ich noch einen Rundgang durch Brüssel über den Grand Place und vorbei am Manneken Pis. Mit dem Thalys fuhr ich anschliessend mit bis zu 300 km/h nach Paris. Ein Erlebnis war auch das Wechseln vom Bahnhof Paris Nord zum Gare de Lyon mit der S-Bahn in der Abendhauptverkehrszeit. Im Zug waren gefühlte 50°C und umfallen konnte aufgrund der vielen Reisenden wohl niemand. Ich erreichte rechtzeitig den Bahnhof Gare de Lyon, wo ich in den TGV via Dijon-Mulhouse nach Basel fuhr. Ab Basel ging es weiter nach Lenzburg und mit dem Bus nach Hause, wo ich um Viertel vor elf Uhr abends pünktlich wieder eintraf.

Rückfahrt mit dem Zug wieder nach hause

Die Vorbereitungen gehen in die Endphase

Das Carnet de Passages ist eingetroffen…

Die Vorbereitungen laufen weiter auf Hochtouren und gehen langsam in die Endphase. Diese Woche ist das Zolldokument für den Camper eingetroffen. Das Carnet de Passages wird für diverse Grenzübertritte in Afrika benötigt und garantiert, dass das Fahrzeug wieder ausgeführt wird.

In rund zwei Wochen muss der Camper an den Hafen in Zeebrugge gebracht werden. Davor ist noch einiges zu tun. Was nehmen wir mit puttygen download windows , was muss zuhause bleiben; es gibt eine lange Liste. Dann muss alles sperrige oder schwere Material eingeladen und verstaut werden. Da kommt dann schon einiges zusammen.

Nun sind auch die ersten Visas (für Mosambik) bestellt. Dies geht aufgrund der Gültigkeit nicht eher. Wir hoffen, dass auch das problemlos funktioniert und unsere Pässe bald wieder zu uns zurückkommen.

Fahrplanänderung

Roll-on Roll-off – Schiff M/V Morning Calypso (Foto: fleetmon.com)

Diese Woche wurde der Fahrplan bzw. das Schiff für die Hinfahrt bereits angepasst. Statt dem Schiff Taipan verkehrt nun das Schiff M/V Morning Calypso. Es verkehrt einen Tag später als geplant ab Zeebrugge und erreicht mit einem einzigen Halt in Le Havre zwanzig Tage später Port Elizabeth.

Unterdessen gehen die Vorbereitungen weiter. Diverses kann abgehakt werden; Komplettierung Besorgung Bergematerial, Auto-Haftpflichtversicherung für die Dauer unserer Reise im südlichen Afrika puttygen ssh , Seetransport-Versicherung, etc.

Vorbereitungsweekend

Am Wochenende 4./5. Mai 2019 haben Sibylle und ich am Vorbereitungsweekend von Atlas Travel World in Ins (BE) teilgenommen. Hauptinhalt des Kurses war Geländefahren und Buschmechanik. Neben Fahr- und Bergetechniken wurden auch die Funktionsweisen der verschiedenen Allrad-Antriebe erklärt. Einfache Reparaturen wie Radwechseln und Reifenflicken wurden anschaulich demonstriert und alle konnten selber Hand anlegen. Daneben wurden auch Themen wie Reisemedizin, Reiseküche und allgemeine Tipps aus der reichen Reiseerfahrung von Doris und Jürg Sollberger und ihrem Team thematisiert. Auch das Kulinarische kam nicht zu kurz. Obwohl vieles Repetition war puttygen , konnten wir doch etliche wertvolle Tipps mitnehmen und sind so noch besser gerüstet für unsere Afrika-Reise.

Die Verschiffung für die Hinfahrt ist bestätigt!

Roll-on Roll-off – Schiff Taipan (Foto: fleetmon.com)

Heute ist die Bestätigung für die Verschiffung nach Afrika eingetroffen. Unser Defender wird am 21.06.2019 ab Zeebrugge (B) mit dem Schiff Taipan der Reederei Wallenius Wilhelmsen nach Port Elizabeth in Südafrika verschifft.  Dieses Schiff hat eine Transportkapazität von 6’400 PKWs. Momentan sind wir noch am Prüfen wie wir unseren Camper genau abzugeben haben. Es gibt diverse Vorgaben bezüglich Ausrüstung (z.B. bleiben die Gasflaschen zu Hause und wir besorgen uns in Südafrika neue). Was darf mit – was muss mit dem Flugzeug mitgenommen werden etc. Das Auto muss auch entsprechend präpariert sein (Sauberkeit, Verladezustand, Entfernen elektronischer Geräte, etc.). Es gibt also jetzt noch einiges zu tun.

puttygen download

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen für die Reise laufen auf Hochtouren. Am vergangenen Wochenende konnte einiges erledigt werden, was wir hoffentlich nur präventiv brauchen. Die Impfausweise sind eingetroffen mit den Einträgen unserer Gelbfieber und Hepatitis-Impfungen.
Die Sandbleche sind so angepasst, dass sie schön unter das Heck unseres Campers passen und trotzdem immer griffbereit sind. Zusätzlich haben wir die Seilwinde getestet.  Bei beiden Einrichtungen hoffen wir, dass wir sie nicht brauchen 🙂

Die Planung geht los

 

mit Märk vor acht Jahren in Namibia

Es ist rund acht Jahre her, dass wir zuletzt im südlichen Afrika unterwegs waren. Jetzt wird es wieder Zeit. Wir sind am Planen…;-)