~ burgi-online.ch ~   

Namibia & Mauritius 31.08.-24.09.2005

 

Mauritius

 

Freitag, 16.09.2005

Die Nacht war nicht sehr ruhig, doch wir standen ja auch bereits wieder früh um viertel nach sechs Uhr auf. Wir packten wieder einmal alles zusammen und um sieben Uhr hatten wir unseren Transfer zum Flughafen bestellt. Eine gute Viertelstunde verspätet fuhren wir dann zum Johannesburg International Airport. Natürlich waren wir voll in der morgendlichen Rushhour, worauf sich der Verkehr an einigen Orten staute. Wir schafften es aber problemlos rechtzeitig und die Nervosität, die Sibylle erfasst hatte, legte sich rasch wieder. Wir gaben unser Gepäck auf und assen erst einmal etwas kleines zum Zmorge. Bald schon konnten wir einsteigen und wir sahen schon bald, dass die Klientel auf diesem Flug etwas anders aussah als nach Namibia. Nach knapp vier Stunden Flug landeten wir bei bewölktem Himmel auf dem Flughafen von Mauritius. Nach dem relativ kurzen Einreiseprozedere erwartete uns die örtliche Vertretung von Manta Reisen, wo wir das Hotel gebucht hatten. Da wir nur zu zweit in unser Hotel geführt wurden, erhielten wir statt des gebuchten Bustransfers einen Privattransfer im Taxi. Nach rund einer Stunde erreichten wir das Hotel „Le Sakoa“ in Trou aux Biches. Nach dem Einchecken wurden wir gleich zu unserem Zimmer geführt, von wo wir einen wunderbaren Ausblick auf das Meer hatten. Mit einem Welcome-Drink genossen wir in den Korbsesseln auf unserer Terrasse einen wunderbaren Sonnenuntergang. Abends genossen wir ein feines Nachtessen im hoteleigenen Restaurant. Hier war alles sehr gemütlich, da das Hotel nur 16 Zimmer hat. Unser Zimmer hat neben dem Sitzplatz mit den Sesseln und einem Esstisch aus edlem Holz auch noch eine kleine Küche mit Kühlschrank und allen nötigen Kochutensilien, die wir aber nicht zu gebrauchen denken.

 

 

 

Samstag, 17.09.2005

Heute spazierten wir nach dem Zmorge zum nahen kleinen Supermarkt, wo wir uns mit etwas Getränken und Knabbereien  sowie mit Badeschuhen (wegen der Korallenstöcke) ausrüsteten. Den Rest des Morgens verbrachten wir am Strand. Ich paddelte mit einem Kajak des Hotels dem Ufer entlang und versuchte vergebens einen Ort zu finden, wo ich ein Surfbrett mieten konnte. Dafür gab es die Möglichkeit zu Wakeboarden. Am frühen Nachmittag spazierten wir dem Strand entlang und assen in einem kleinen Restaurant einen kleinen Snack. Bis gegen Abend legten wir uns wieder auf die Liegestühle am Strand und genossen die paar Sonnenstrahlen, die durch die doch ziemlich zahlreichen Wolken drangen. Abends gingen wir zu Fuss in ein ca. 15 Minuten entferntes Restaurant mit französischer Küche. Da es inzwischen begonnen hatte zu regnen, hatten wir uns an der Hotelrezeption einen Regenschirm ausgeliehen. Das Restaurant war ziemlich nobel. Wir wurden an einen weiss gedeckten Tisch geführt (ich in den Sandalen und diese vom schlechten Wetter nass und schmutzig…). Auf den glatten Keramikplatten rutschte ich  beinahe aus und hinterliess dabei etliche Spuren. Wir erhielten rasch die Karte (Sibylle ohne und ich mit Preisangaben; wer spricht hier schon von Gleichberechtigung…,-)). Das meiste auf der Karte war Fisch und Meeresfrüchte sowie Krebse und Krabben aller Art, was wir beide nicht sonderlich bevorzugen. Wir wählten aber trotzdem je eine Vorspeise und einen Hauptgang und waren gespannt, was da kommen sollte. Die Gerichte waren alle sehr edel und wir verstanden weder auf französisch noch auf englisch alles. Als Vorspeise wurde dann eine dünne Scheibe Poulet, die fast roh und noch ziemlich gefroren war mit einer Sauce von einem der drei Kellner serviert wurde. Es war nicht schlecht aber die paar Gramm Fleisch und das Salatblatt waren den Preis aber bei weitem nicht wert. Später wurden zwei Spiesschen mit Kalbsleber und etwas Couscous aufgetischt. Diese waren sehr gut, doch irgendwie hatten wir uns etwas mehr vorgestellt unter einem Hauptgang. Als auch diese Teller leer waren, merkten wir, dass noch etwas mit Knoblauch gefehlt hatte. Prompt erhielten wir neues Besteck und einen grossen Teller mit einem auch nicht zu verachtenden Stück Rindsfilet darauf. Dieses Fleisch war sehr zart, was uns über die beinahe fehlenden Beilagen hinwegtröstete. Mit einem feinen Dessert rundeten wir unsere kulinarische Expedition in diesem Nobelrestaurant ab (an dessen Wänden sich aber Geckos und zwei Fledermäuse ein Stelldichein gaben!). Wir liessen uns ein Taxi bestellen, das uns dann durch den Regen zum Hotel zurückbrachte. Das Nachtessen war sehr gut - wie auch der Preis! Wir hatten beide soeben unser teuerstes Znacht genossen, was aber auf der Hochzeitsreise sicher einmal drin liegen sollte.

 

 

 

Sonntag, 18.09.2005

Wir verbrachten heute den ganzen Tag am Strand. Zwischendurch schien wieder leicht die Sonne und ab und zu begann es leicht zu regnen. Meistens war es aber trocken und bewölkt. Wir lasen viel und ab und zu gingen wir ins Wasser. Zum Zmittag liessen wir uns vom Hotelpersonal einen Snack an den Strand bringen. Nachmittags ging ich zum Wassersportcenter und buchte eine Wakeboardsession. Sibylle fuhr auf dem Motorboot mit und machte einige Fotos. Das Wakeboarden ging eigentlich wieder ziemlich gut, nur den ersten Start verpatzte ich. Um fünf Uhr besuchte uns der Reiseleiter des Reiseveranstalters. Er fragte uns nach unserem Befinden und wir konnten bei ihm einen Katamaranausflug für den Mittwoch buchen. Zudem bestellte er uns für den nächsten Morgen ein Mietauto, wo dass wir einen Teil der Insel selber erkunden können.

 

Montag, 19.09.2005

Nach dem Zmorge brachte der Vertreter der Mietwagenfirma einen himmelblauen Fiat Punto vorbei. Es war das gleiche Modell, wie wir bereits diesen Frühling in England gemietet hatten, doch die Übernahmeformalitäten waren viel umfangreicher. Mit dem Verkäufer musste ich erst noch „chäre“, dass im Preis wie vereinbart die Steuer von 15% inklusive ist. Wir fuhren dann los erst noch etwas nach Dorden und dann in den Süden der Insel. Schon bald begann es zu regnen und es sollte den ganzen Tag nicht mehr aufhören… Bei Rivière des Anguilles besuchten wir den Park „La Vanille“, ein Tierpark für Krokodile und die ursprünglich einheimischen Riesenschildkröten. Darüber und über weitere Tiere erhielten wir viele Informationen auf einer Führung. Im Restaurant des Parks assen wir etwas kleines und fuhren später weiter. Via Souillac ganz im Süden von Mauritius folgten wir der Küste. Leider regnete es so stark und die Sicht war so schlecht, dass wir dies gar nicht geniessen konnten. Überall fuhren wir durch grosse Tümpel und an einer Stelle durchquerten wir einen Bach, der eigentlich unter der Strassenbrücke hindurch hätte fliessen sollen, nun aber auch platz auf der Fahrbahn für sich beanspruchte. Eigentlich hätten wir uns noch die farbigen Erdhügel und den Wasserfall bei Chamarel ansehen wollen, doch es regnete so stark, dass wir uns zum Weiterfahren entschlossen. Unterwegs an der Küste nach Norden fanden wir noch eine Post, wo wir unsere Ansichtskarten aufgeben konnten. Durch den chaotischen Verkehr von Port Louis kehrten wir gegen Abend ins Hotel zurück. Da es inzwischen aufgehört hatte zu regnen, nahm ich zur Erfrischung noch ein Bad im Meer. Wir hatten das Auto für 24 Stunden gemietet und fuhren deshalb zum Znacht heute in ein etwas weiter entferntes italienisches Restaurant, wo wir uns auf den Regentag eine Pizza genehmigten.

 

 

 

  

Dienstag, 20.09.2005

Für den heutigen Tag hatten wir uns nichts vorgenommen und wir verbrachten ihn am Strand. Obwohl es zu Beginn ab und zu ganz leicht genieselt hatte, war es dann weitgehend trocken und zwischendurch schien auch richtig die Sonne. Wir lasen viel und badeten zwischendurch.

 

 

  

Mittwoch, 21.09.2005

Für heute hatten wir einen Segelausflug zur Île aux Cerfs gebucht. Nach dem Frühstück wurden wir beim Eingang abgeholt. Nachdem unterwegs noch weitere Leute zugestiegen waren, ging die Fahrt nach Trou d’Eau Douce, wo wir mit einem Motorboot zu einem Katamaran geführt wurden. Wir nahmen Platz und wurden nur wenig später mit Getränken bedient. Nach kurzer Fahrt mit dem Dieselmotor wurde dieser ausgeschaltet und die Segel gehisst. Wir fuhren aber nur innerhalb des die Insel fast ringartig umschliesssenden Korallenriffes und so hielt sich das Schaukeln durch die Wellen in Grenzen. Zwischendurch musste die Fahrt stark verlangsamt werden, da es durch die Korallen viele Untiefen gab. Schliesslich wurde der Anker ausgeworfen und wir konnten mit Taucherbrille und Schnorchel die Unterwasserwelt erforschen. Hier schwammen zahlreiche farbige Fische und ich entdeckte auch noch einen Seestern. Später fuhren wir zur Île aux Cerfs, wo wir ein Mittagessen vom Grill erhielten. Die Insel war eine totale Touristenattraktion und es wurde hier versucht mit vielen Aktivitäten im Wasser und in der Luft sowie dutzenden Verkaufsständen den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Trotzdem, auch wegen des heute sonnigen Wetters, war es hier mit türkis und hellblauem Wasser sehr schön. Auf der Rückfahrt hatte der Wind ziemlich aufgefrischt und die Crew segelte so in die Bucht zurück. Zusammen mit den grösseren Wellen schaukelte es ein bisschen und etliche Male wurden wir auf dem Vorderdeck mit Meerwasser geduscht. Mit dem Bus wurden wir dann über die vielen kurvigen Strässchen zurück zum Hotel geführt, wo wir so um halb sechs Uhr eintrafen, gerade richtig um von unserem Sitzplatz der untergehenden Sonne zuzusehen.

 

         

 

Donnerstag, 22.09.2005

Den letzten ganzen Tag auf Mauritius verbrachten wir nochmals am Strand beim Hotel. Nachmittags ging ich nochmals Wakeboarden. Inzwischen wagte ich schon kleine Sprünge über die Bugwelle des Motorbootes. Aber auch dieses Mal musste ich einige Male das Seil loslassen, da ich wegen der grossen Anstrengung es nicht mehr halten konnte. Nachher war ich wieder ziemlich erschöpft. Abends spazierten wir nochmals ins italienische Restaurant, wobei wir für den Rückweg ein Taxi nahmen. Der Kellner des Restaurants hatte es jedoch nicht fertig gebracht eines zu bestellen, wo doch überall so viele herumfahren. Als wir uns auf den Heimweg machten, hielt dann ein Taxi prompt direkt vor dem Restaurant!

 

     

 

Freitag, 23.09.2005

Unser letzter Tag war angebrochen. Wir packten zum letzten Mal unsere Koffer und verbrachten dann den Morgen noch am Strand. Gegen Mittag kehrten wir zurück, duschten und warteten kurze Zeit später auf unsere Abholung. Mit einem Kleinbus wurden wir mit einem zweiten Paar von einem anderen Hotel zum Flughafen gebracht. Der Chauffeur hatte seinen Führerschein (sofern er einen besitzt) wohl im Lotto gewonnen. Durch die unsanfte Fahrweise war es ausser mir allen Passagieren ziemlich übel! Am Flughafen checkten wir unser Gepäck ein und gingen etwas kleines essen. Darauf kauften wir mit unseren restlichen Rupien noch einige Souvenirs am Flughafen. Schon bald konnten wir ins Flugzeug steigen und genossen darauf unseren Flug über die Inseln La Réunion und Madagaskar. Auf ersterer konnten wir diverse Berge und Vulkankrater und schöne Strände sehen. In Johannesburg war es dann vorbei mit der Ruhe, denn in der Halle mit dem Ausgang zum Bus für unseren nächsten Flug führten diverse Türen zu weiteren Zubringerfahrzeugen. Da dieser riesige Flughafen nur wenige Gates hat, müssen fast alle internationalen Flüge über diese acht Ausgänge abgefertigt werden. So war es denn nicht weiter verwunderlich, dass für die vielen Flüge nach Europa (alleine 5 nach London, 2 nach Zürich und weitere nach Paris, Frankfurt und Athen innert 1 ½ Stunden) hunderte Menschen anstanden. Wir warteten ruhig bis die Schlange an unserem Schalter kürzer wurde bevor wir uns ins Getümmel stürzten. Der Flug war dann ruhig, das Essen und den Film kannten wir auch schon und so versuchten wir so bald als möglich zu schlafen.

 

 

 

Samstag, 24.09.2005

Beim Flug über die Alpen und über das Mittelland war dann nicht allzu viel zu sehen, da viele Wolken die Sicht beeinträchtigten. Die Landung im dicksten Nebel war dann trotzdem perfekt. In Zürich konnten wir schon bald unser Gepäck abholen und Sibylles Vater Max holte uns am Flughafen ab. Wir wurden nach Othmarsingen chauffiert, wo Rosmarie (Sibylles Mutter) bereits ein grosses feines Frühstück vorbereitet hatte. Beim Schlemmen hatten wir natürlich einiges von unseren vielen Erlebnissen zu erzählen.

 

 

© Philipp Burger 2005

 

weiter zu Teil III

www.burgi-online.ch